Vorbereitende Messungen in Hamburg

Ein Beitrag zu FESSTVaL kommt vom Meteorologischen Institut der Universität Hamburg und dem Max‐Planck‐Institut für Meteorologie. Für das Jahr 2020 wurden die für die FESSTVaL Hauptkampagne in Lindenberg kurzerhand nach Hamburg verlegt, sodass diesen Sommer in der Stadt ergänzende und vorbereitende Messungen durchgeführt werden.
Ziel ist hierbei die Untersuchung von Cold Pools ‐ kleinräumigen Gebiete kalter Luft unterhalb regnender Wolken, die häufig während Gewittern entstehen (ein Schema dieses Phänomens zeigt nebenstehende Abbildung).

 

Die Messstationen

Die eingesetzten Messstationen wurden bei uns am Institut für die speziellen Anforderungen an eine solche Kampagne entwickelt und gebaut. Die Stationen laufen autonom und benötigen weder Strom‐ noch Datenanschluss.
Wie auch für die Hauptkampagne gibt es zwei verschiedene Typen. Welche Station an einem Standort zum Einsatz kommt, hängt von der direkten Umgebung und der Verteilung in der gesamten Stadt ab.

Typ APOLLO  = Autonomous Cold Pool Logger

  • Messgrößen: Temperatur, Luftdruck
  • Aufzeichnung: sekündlich
  • Akkulaufzeit: 10 bis 14 Tage


Typ WXT  = Weather Transmitter Vaisala WXT 536

  • Messgrößen: Temperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Wind
  • Aufzeichnung: alle 10 Sekunden
  • Akkulaufzeit: unendlich (solargestützt)

Was gibt's Neues?

Ein Blick auf die Statistiken

Nach gut drei Wochen Messungen sind wir mit dem Dateineingang schon sehr zufrieden:

  • es wurden bereits über 1 GB Daten von 39 verschiedenen Stationen hochgeladen (alle anderen sammeln fleißig und liefern später)
  • die längste durchgehende Messreihe haben wir von einer APOLLO Station im Kleingartenverein Lokstedt (16,5 Tage, das entspricht sagenhaften 1,4 Millionen Einzelmessungen)
  • die Sensitivität der Messsensoren ist augenscheinlich hoch: man sieht sogar kleine Änderungen in der Messhöhe des Senors, wie hier das Abfallen des Luftdrucks beim Aufstellen des Mastes

Luftdruckabfall


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